Rebhuhn
Das Rebhuhn ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt und gilt in Baden-Württemberg als vom Aussterben bedroht. Im Enzkreis kommt es leider nur noch vereinzelt vor. Eine wichtige Rolle für seinen Lebensraum spielen Heckenstrukturen, die dem Rebhuhn als Versteck dienen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Hecken nicht zu hoch sind, da sie sonst Greifvögeln als Ansitzwarte dienen können.
Die Pflege und der Erhalt solcher Hecken können beispielsweise über Maßnahmen der Landschaftspflegerichtlinie (LPR) erfolgen. Während sich adulte Rebhühner überwiegend von Sämereien, Wildkräutern und Getreidekörnern ernähren, sind Jungtiere auf Insekten angewiesen. Dadurch ist die Art sowohl vom Rückgang der Insekten als auch von der zunehmenden Intensivierung der Landwirtschaft betroffen.
Was der LEV Enzkreis für das Rebhuhn macht:
Im Frühjahr führen wir jährlich in Kooperation mit der LAZBW (Landwirtschaftliches Zentrum Baden-Württemberg) ein Frühjahrsmonitoring in Neuhausen durch, das gemeinsam mit Freiwilligen umgesetzt wird. Dabei werden 12 ausgewählte Transekte begangen. Entlang dieser Strecken wird der Ruf des Rebhuhns abgespielt, um mögliche Reaktionen wie Antworten oder Aufflattern zu erfassen. Entsprechende Beobachtungen werden dokumentiert und an die LAZBW weitergeleitet. Auf diese Weise konnten in den vergangenen Jahren vereinzelt Rebhuhn-Vorkommen in Neuhausen nachgewiesen werden.
Des Weiteren erfassen wir Sichtungen von Jägerinnen und Jägern, Landwirtinnen und Landwirten sowie Privatpersonen und stellen diese in einer Karte dar. In Bereichen mit gehäuftem Vorkommen von Rebhuhnmeldungen werden gezielt LPR-A-Verträge oder B-Maßnahmen umgesetzt, um dort geeignete Lebensräume für das Rebhuhn zu schaffen.
Auch in der Öffentlichkeitsarbeit engagieren wir uns für das Rebhuhn. So haben wir beispielsweise im Jahr 2025 gemeinsam mit der Wildtierbeauftragten des Enzkreises eine Exkursion unter dem Titel „Auf den Spuren des Rebhuhns“ durchgeführt.

