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Mostbirnenkartierung

In den letzten Jahren wurden im Enzkreis bereits einige Mostbirnenbäume kartiert, da diese einen hohen naturschutz-ökologischen Wert für verschiedene Tierarten beispielsweise Siebenschläfer, Steinkäuze und Fledermäuse darstellen. Um die wertvollsten Riesen zu entdecken, werten die Kartierer die Birnenbäume vor Ort an Hand verschiedener Merkmale wie Vitalität und Größe aus und vermerken die genaue Position diese. Außerdem werden auch die Besonderheiten wie Baumhöhlen oder Beeinträchtigungen dokumentiert. Durch die Erhebungen mit dem Programm QGIS können vor Ort auch Baumgruppen registriert werden, so dass zusammenhängende Gebiete gesichert werden können.

Der perfekte Zeitpunkt für die Kartierung der Mostbirnenbäume ist zwischen Ende August bis Mitte November. Dabei können die Besonderheiten oder die Birnenkrankheiten, auch durch die leichte Herbstfärbung die Mitte Oktober beginnt, erkannt werden. Beim Kartieren ist besonders auf die Größe, Vitalität, Besonderheiten und Krankheiten zu achten, wie zum Beispiel Birnenverfall, Birnengitterrost und Feuerbrand.

Der Birnenverfall ist erkennbar an den rötlich-lila werdenden Blättern. Der Birnengitterrost zeigt sich durch gelbe bis rote Flecken auf den Blättern mit Erhebungen an der Blattunterseite. Beim Feuerbrand werden die Blätter und Früchte vom Stil aus braun bis schwarz und trocknen aus.

Durch die Kartierung können Bäume identifiziert werden, die besonders erhaltenswert sind. Ein Teil dieser Bäume wird über den LEV von einem Spezialisten gepflegt und ein Pachtvertrag für den Baum wird mit dem Eigentümer abgeschlossen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass der Baum weitere 20 Jahre erhalten bleibt.

Um alle Mostbirnen im Enzkreis zu erfassen und die besonders erhaltenswerten Exemplare zu identifizieren benötigt man als Kartierer viel Geduld und Zeit.