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“Klimawandel: Auswirkungen auf Flora-Fauna-Biotope in der Region Heilbronn“

Am 9. November 2021 fand im Bildungscampus Heilbronn eine Tagung zum Thema „Klimawandel und seine Auswirkungen auf Flora – Fauna und Biotope“ statt. Referent war an diesen Abend der Ökologe Wolf-Dieter Riexinger. Unsere Praktikantin Samantha informierte sich dort über diese brandaktuelle Thematik:

Die Ökologie befasst sich grundlegend mit der Gesamtheit der Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt. Durch die steigenden Durchschnittstemperaturen, sommerliche Hitzeperioden und mildere Winter müssen manche Vogelarten wie beispielsweise die Mönchsgrasmücke oder der Star nicht mehr in ihre Winterheimat zurückfliegen. Ebenso siedeln sich durch die wärmeren Temperaturen, die der Klimawandel mit sich bringt, auch neue Tier- und Pflanzenarten an. Es können sich zum Beispiel mehr Orchideen-Arten, wie der Bienen-Ragwurz ansiedeln. Diese Orchideenart befindet sich hauptsächlich auf dem FFH-Lebensraumtyp 6510* Kalk-Magerrasen. Eine Tierart, die durch den Klimawandel in die Region Heilbronn und Kraichgau eingewandert ist, ist die Feuerlibelle. Diese Libelle kommt ursprünglich in afrikanisch-mediterranen Ländern vor, doch durch die steigenden Temperaturen und das damit verbundene mildere Klima dehnt sich ihr Lebensraum nach Norden aus. Jedoch sind auch die wärmeliebenden Arten von den langen Trockenperioden im Sommer betroffen. In diesen können kleine Gewässer austrocknen, welche als Laichgewässer genutzt werden. Nicht nur Libellenlarven sind hiervon betroffen, sondern auch Kaulquappen der Wechselkröte oder der Gelbbauchunke.

Um das Aussterben vieler Arten zu verhindern und sie zu schützen, müssen schnell Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Es ist somit wichtig, dass zum Beispiel die CO2 Emissionen reduziert werden, um die gesteckten Klimaziele auch einhalten zu können.