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Internationale Schäfertagung – Zwischen Tradition und Zukunft!

Die Schäferei steht heute in einem enormen Spannungsfeld zwischen marktwirtschaftlichem Wettbewerb einerseits und Kulturlandschaftspflege andererseits. Die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft, die Technisierung und die immer mehr zunehmende Bürokratie in der Förderlandschafts – dies wirkt sich ganz besonders auf die Schafhaltung von heute aus. Die 1. Internationale Schäfertagung, die vom 17. bis zum 19. Oktober 2017 in Münsingen stattfand, bot Schafhaltern ein Forum zum Austausch über Entwicklungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven. Organisiert wurde diese hervorragende Tagung vom Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg e.V., der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb und Bioland e.V. in Kooperation mit dem Schafberatungsbüro Dr. Florian Wagner & Partner. Exkursionen, Vorträge aus der Praxis, Wissenschaft und Forschung zu allen Bereichen um das Tier Schaf und den Beruf Schäfer wie Tiergesundheit, artgerechte Haltung, Betriebswirtschaft, Zeitmanagement, Zucht, Wolle- und Fleischvermarktung fanden Gehör und wurden durch ein wunderbares Lamm Büfett und gemeinsamen Austausch abgerundet.

Auch im Enzkreis hat die Schäferei Tradition: Besonders genannt seien hier die Naturschutzgebiete Betzenbuckel und Büchelberg, die mit wundervoll duftenden, artenreichen Kalkmagerrasen und Wachholderheiden das typische Erbe der einst in Baden-Württemberg weitverbreiteten Schäfer beschreiben.Der Landschaftserhaltungsverband Enzkreis e.V. plant auch 2018 wieder Landschaftspflegemaßnahmen zum Erhalt unserer einzigartigen Kulturlandschaft durch Beweidung in Kooperation mit ortsansässigen Schäfern. Für eine ideale Zusammenarbeit, wechselseitiges Lernen voneinander und das Verständnis der unterschiedlichen Belange war diese Tagung ein fruchtbares Fundament. Auch im nächsten Jahr wird es voraussichtlich wieder eine Internationale Schäfertagung im Herbst 2018 geben. Auch Interessierte ohne eigene Schäferei können teilnehmen.